maxgraft® bonebuilder2019-08-28T12:17:51+02:00

maxgraft® bonebuilder:
Patientenindividueller allogener Knochenblock

maxgraft® bonebuilder ist ein auf CAD/CAM (computergestützte Planung und Fertigung) basierender und dadurch individuell auf den Patientendefekt angepasster, allogener Knochenblock für die Kieferknochenaugmentation im zweizeitigen Verfahren. Auf Basis einer CT/ DVT-Aufnahme des Kieferdefektes wird ein patientenindividueller Block mit Hilfe einer 3D-Planungssoftware entworfen und anschließend aus einem von Lebendspendern (nach Femurkopfresektion beim Einsatz einer Hüfttotalendoprothese) stammenden Spongiosablock gefräst.

In der klinischen Praxis hat sich in den letzten Jahren die Anwendung von allogenen Knochenersatzmaterialien als valide Alternative zu autologen Transplantaten bei der Behandlung von Kieferknochendefekten etabliert.1,2,3 Bei allogenen Materialien entfällt u.a. das Risiko von Komorbiditäten durch die Entnahmestelle und die limitierte Verfügbarkeit des Materials.4

Im Vergleich zur klassischen Blockaugmentation mit allogenen Knochenblöcken kann mit der maxgraft® bonebuilder Technik eine maximale Kontaktfläche mit dem ortsständigen Knochen erreicht werden.  Eine direkte Fixierung wird ermöglicht, nur selten ist eine manuelle Anpassung während der Operation erforderlich; die Operationszeit kann signifikant verkürzt und die Infektionsgefahr deutlich reduziert werden.5,6

Das individuelle Design ermöglicht eine gute Passung zwischen dem ortsständigen Knochen und dem allogenen Knochenblock und ermöglicht eine schnelle Revaskularisierung und Inkorporation des allogenen Materials.7

Sichere und zuverlässige klinische Ergebnisse

Die offenporöse spongiöse Knochenstruktur des maxgraft® bonebuilders bietet eine ideale Matrix für eine hocheffektive Revaskularisierung, die schnelle Bildung von neuem Knochengewebe und ein vollständiges Knochenremodeling.
Der hohe natürliche Kollagengehalt bietet eine ausgezeichnete Flexibilität und exzellente biologische Regenerationsfähigkeit.

Der Herstellungsprozess erfüllt höchste Qualitätsstandards im Hinblick auf biomechanische Eigenschaften und Sicherheit. So werden Abstoßungsreaktionen und Infektionsübertragungen verhindert.
Der maxgraft® bonebuilder kann theoretisch 5 Jahre bei Raumtemperatur gelagert werden, sollte jedoch umgehend verwendet werden um eine optimale Passung sicherzustellen.

WEITERE VIDEOS

INDIKATIONEN

Implantologie, Oral- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Horizontale und vertikale Augmentation bis 3mm
Komplexe Knochendefekte
Augmentation in der ästhetischen Zone

Eigenschaften und Spezifikationen

maxgraft® bonebuilder

+ Patientenindividuell gefräster, prozessierter allogener Knochen (Lebendspender)
+ Natürliches, mineralisiertes Kollagen
+ Schnelle Integration und vollständiges Knochenremodelingpotenzial
+ Trabekuläre Struktur des spongiösen Knochens erlaubt schnelle Revaskularisierung
+ Max. Dimensionen 23 x 13 x 13 mm

Art.-No. Inhalt
PMIa Individuelle Planung und Produktion eines Knochenblocks, max. Maße 23 x 13 x 13 mm
PMIa 2 maxgraft® bonebuilder, jeder weitere für diesen Patienten

bonebuilder dummy

bonebuilder dummy, ein individuell 3D-gedrucktes Modell des Patientendefektes und des geplanten maxgraft® bonebuilder Blockes aus Kunststoff, kann  gleichzeitig mit dem maxgraft® bonebuilder bestellt werden und wird vorab geliefert. Dieses Demonstrationsmaterial unterstützt die Aufklärung des Patienten als auch die präoperative Vorbereitung des Chirurgen hinsichtlich Orientierung und Positionierung der Blöcke und Platzierung der Schrauben.

Art.-No. Inhalt
32100 Individuelles 3D-gedrucktes Abbild des Patientendefekts und des geplanten Blockes zu Demonstrationszwecken aus Kunststoff

SPEZIFISCHE FAKTEN

Schritt 1
Nach Entfernen von umliegendem Weichgewebe, Fett und Knorpel wird das Spendergewebe in Blockform gebracht.

Schritt 2
Im Ultraschallbad werden Blut, Zell- und Gewebekomponenten ausgewaschen, insbesondere wird jedoch das Fettgewebe aus der spongiösen Struktur des Knochens gelöst. Die Entfettung ermöglicht die Gewebepenetration der nachfolgenden Substanzen.

Schritt 3
Alternierende Spülungen in Diethylether und Ethanol entfernen Zellkomponenten und denaturieren nichtkollagenes Protein und potentielle Pathogene.

Schritt 4
In der oxidativen Behandlung werden persistierende, lösliche Proteine denaturiert und dadurch potentielle Antigenität eliminiert.

Schritt 5
Die Lyophilisierung erhält die natürliche Struktur des Gewebes und belässt eine Restfeuchte von < 5%. Dadurch kann die Rehydratation entfallen und das Material lässt sich einfach handhaben.

Schritt 6
Doppelte Verpackung und die Sterilisation durch Gamma-Bestrahlung garantieren eine Haltbarkeitsdauer von fünf Jahren bei Lagerung bei Raumtemperatur. Der maxgraft® bonebuilder sollte jedoch umgehend eingesetzt werden um eine optimale Passung sicherzustellen.

  • Visualisierung des Defektes mittels CT/DVT-Scan durch den behandelnden Arzt
  • Hochladen der DICOM-Daten
  • 3D-Planung des virtuellen Knochenblockes durch die botiss Produktspezialisten im interaktiven Austausch mit dem klinischen Anwender
  • Finale Freigabe durch den Operateur
  • Übertragung der Datei an die Gewebebank (C+TBA, Österreich)
  • Fräsen des individuellen maxgraft® bonebuilders aus spongiösen Knochenblöcken und Sterilisierung
  • Herstellungszeit: 4-6 Wochen

maxgraft® bonebuilder sollte in einer Einwegspritze unter Vakuum in steriler isotoner Kochsalzlösung (wenn möglich, gemischt mit dem gewonnenen Exsudat aus der Prozessierung von autologen „platelet-rich fibrin“ (PRF) Fibrinmatrizen) kurz rehydriert werden. maxgraft® bonebuilder besteht aus einer mineralisierten Kollagenmatrix mit einem Restfeuchtegehalt von <5%, durch die Rehydrierung kann die Anpassungsfähigkeit des Materials (insbesondere bei großen Blöcken) an den Defekt verbessert werden.

Verbleibende Spalten sollten mit einem partikulären Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden. Partikel können außerdem zur Konturierung an den Rändern des maxgraft® bonebuilders eingesetzt werden. Am häufigsten kommen maxgraft®/Human-Spongiosa bzw. cerabone® zum Einsatz.

Die Augmentationsstelle sollte in jedem Fall mit einer Kollagenmembran abgedeckt werden.

  • maxgraft® bonebuilder sollte mit einer langsam resorbierbaren Barrieremembran (z.B. Jason® membrane) abgedeckt werden
  • Dies verhindert eine vorzeitige Resorption und das Einwachsen von Weichgewebe
  • Je nach Defektmorphologie beträgt die Einheilzeit 5-6 Monate
  • Im Anschluss an die Einheilung sollte zeitnah der Reentry mit Implantatsetzung erfolgen, um eine Degradation zu verhindern
  • Dank der sorgfältigen Spenderauswahl und Testung, sowie der validierten Prozessierung von maxgraft® sind direkt auf das Material zurückführbare Komplikationen äußerst unwahrscheinlich
  • Nicht kollagene Proteine werden im Rahmen der Prozessierung entfernt oder denaturiert
  • Die meisten, zeitlich mit der Operation im Zusammenhang stehenden Komplikationen resultieren aus inadäquatem Weichgewebemanagement bzw. allergischen Reaktionen gegen verwendete Antibiotika oder sind durch den Kontakt von maxgraft® mit Saliva vor der Implantation zurückzuführen
  • Beschwerden und Reklamationen unserer Kunden werden registriert
  • Referenzproben von maxgraft® Produkten werden mind. 1 Jahr nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums aufbewahrt, um im Fall eines unerwünschten Ereignisses eine angemessene Untersuchung des Falls zu ermöglichen

Support/Kontakt

Goran Nikoloski +49 30 20 60 73 98 35

Kristina Domann +49 30 20 60 73 98 26

E: bonebuilder@botiss.com

Wir bieten den Druck individueller 3D-Modelle an.

Für ein individuelles Angebot oder Unterstützung, kontkatieren Sie uns gern.

Literatur

1 Monje, A. et al. (2014). On the feasibility of utilizing allogeneic bone blocks for atrophic maxillary augmentation. Biomed Res. Int. 2014, 814578.
2 Novell, J. et al. (2012). Five-year results of implants inserted into freeze-dried block allografts. Implant Dent. 21, 129–35.
3 Nissan, J., Mardinger, O., Calderon, S., Romanos, G. E. & Chaushu, G. (2011). Cancellous bone block allografts for the augmentation of the anterior atrophic maxilla. Clin. Implant Dent. Relat. Res. 13, 104–11.
4 Jacotti, M., Wang, H.-L., Fu, J.-H., Zamboni, G. & Bernardello, F. (2012). Ridge augmentation with mineralized block allografts: clinical and histological evaluation of 8 cases treated with the 3-dimensional block technique. Implant Dent. 21, 444–8.
5 Jacotti, M., Barausse, C. & Felice, P. (2014). Posterior atrophic mandible rehabilitation with onlay allograft created with CAD-CAM procedure: a case report. Implant Dent. 23, 22–8.
6 Blume, O. et al. (2017). Treatment of Severely Resorbed Maxilla Due to Peri-Implantitis by Guided Bone Regeneration Using a Customized Allogenic Bone Block: A Case Report. Materials 10(10): 1213.
7 McAllister, B.S. (2007). Bone augmentation techniques. Journal of Periodontology 2007:78:377-396.